Studienfahrt der 10a

Tag 1 (Montag)

 

Am Montagmorgen trafen wir uns um 4.30 Uhr an der Schule, um mit dem Bus unsere Studienfahrt anzutreten. Wir fuhren mit einer Parallelklasse nach London. Die Busfahrt war sehr angenehm und unterhaltsam. Insgesamt durchquerten wir vier Länder, Luxemburg, Belgien, Frankreich und schließlich Großbritannien. Nach etwa sieben Stunden Busfahrt überquerten wir den Ärmelkanal mit der Fähre, wobei der Ausblick auf die näher kommenden Kreidefelsen von Dover mit dem Blick auf Dover Castle faszinierend war. Auf dem letzten Teilstück der Fahrt erlebten wir den Linksverkehr, der für uns sehr gewöhnungsbedürftig war. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir unser Hostel („Wombats“) in der Nähe des Towers und checkten ein. Später trafen wir uns in der Lobby und machten noch eine Erkundungstour, fanden einen kleinen Supermarkt in der Nähe und liefen dann zur Tower-Bridge, die abends beleuchtet ist, ebenso wie die Skyline von London, die man teilweise sah. Nach dem Einkaufen des Abendessens kochten einzelne gleich in der Gemeinschaftsküche, die bis 22.00 Uhr frei zugänglich war.

Tag 2 (Dienstag)

 

Nach dem Frühstück begann eine dreistündige Stadtrundfahrt, bei der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Londons gut zu sehen waren, da der Bus im dichten Londoner Verkehr nur Schritttempo fahren konnte. Dazu erzählte uns die sehr gut deutsch sprechende Stadtführerin die geschichtlichen Hintergründe. Beim über fünfzig Meter hohen Denkmal des englischen Admiral Nelson am Trafalgar Square verließen wir den Bus und liefen nach Soho, um Mittagspause zu machen. Dabei konnten wir noch die Soldaten der Queen’s Life Guard vor „Horse Guards“ beobachten und fotografieren.

 

Nach der Mittagspause gingen wir zur berühmten Oxford Street, um die Geschäfte anzuschauen bzw. um einzukaufen und trafen uns am Hyde Park, wo uns der Bus aufsammelte und zum Hostel zurück brachte. Dort trafen sich viele von uns in der Gemeinschaftsküche zum gemeinsamen Einkaufen und Kochen.

Tag 3 (Mittwoch)

 

An diesem Tag besichtigten wir den Tower of London. Während die Lehrer die Karten besorgten, wartete die Klasse am Gruppeneingang am Themse-Ufer. Gerade in diesem Zeitraum fand auf der Themse die Parade zum Gedenken an die Verstorbenen des ersten Weltkrieges statt. Die Tower-Bridge wurde für ein Schiff mit vielen Mohnblüten und Mohnblütenkränzen sowie einigen Offiziellen geöffnet, wobei die Mohnblume das Symbol für die Opfer des ersten Weltkrieges ist.

 

Warum wurde die Mohnblume als Symbol ausgewählt?

Jedes Jahr am 11. November wird am Remembrance Day mit einer Mohnblume an die Opfer im 1. Weltkrieg gedacht. In dem bekannten englischsprachigen Gedicht “In Flanders Field” verarbeitete der kanadische Lieutenant Colonel John McCrae seine Trauer. Der rot blühende Klatschmohn auf den Feldern von Flandern erinnerte ihn an die gefallenen Soldaten und das vergossene Blut.

 

Während der Besichtigung (White Tower, Bloody Tower, Kronjuwelen etc.) wurde um 11.00 Uhr von der Towerglocke eine Schweigeminute eingeläutet, die von allen im Tower befindlichen Menschen eingehalten wurde.

 

Nachmittags ging eine Gruppe in das Museum „Modern Tate“, während die anderen die alte Hafenanlage St. Katharine Docks (1828 erbaut) mit tollen Jachten, antiken Booten und uralten Schleusen betrachteten. Sogar eine vergoldete Dschunke war zu bestaunen. Zum Schluss besichtigten einige noch das „Dickens Inn“, ein Pub aus dem 18. Jahrhundert. Abends kochten und aßen wir in der Gemeinschaftsküche. Da das Wetter für die Jahreszeit ungewöhnlich mild war, konnten wir noch auf der Terrasse in den Hängematten chillen.

Tag 4 (Donnerstag)

 

Am Donnerstag besuchten wir Greenwich. Der Stadtteil ist bekannt als Ausgangspunkt des Nullmeridians, sowie als Zentrum der britischen Marine. Besonders interessant war die „Cutty Sark“. Dieses ist ein an der Themse angelegtes Museumsschiff.

 

Während wir zum Royal Observatory durch den Greenwich Park liefen, kamen wir gerade zu Filmaufnahmen der BBC, die einige Szenen des Filmes „The Secret Agent“ drehten. Der Film spielt im 19. Jahrhundert, und dementsprechend waren alle Schauspieler, auch die Kinder, so gekleidet. Ebenso waren die Requisiten der Zeit angepasst. Wenn es „action“ hieß, mussten alle warten, auch wir, sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg. Ob wir den Film in Deutschland wohl sehen werden?

 

Vom oberen Teil des Greenwich-Park hatten wir dann eine prima Aussicht auf London. Später suchten einige im Ort ein Lokal, das „Goddards“ auf, das traditionelle englische bzw. Londoner Spezialitäten anbietet, z.B. „pie & mash“ (Fleischpastete, Kartoffelpüree und Soße) oder „apple crumble and custard“ (Apfelstreuseldessert mit Vanillesoße). Alles schmeckte sehr köstlich. Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf, manche besichtigten das Wembley Stadion, andere Madame Tussauds oder den Camden Market. Abends ging eine Gruppe noch ins Musical.

 

Der Tag endete wieder mit dem gemeinsamen Einkaufen, Kochen und Essen in der Gemeinschaftsküche.

Tag 5 (Freitag)

 

Am letzten Tag unseres Aufenthalts hieß es Abschied nehmen und wir traten die Heimreise an. Die Fahrt verlief ohne Probleme und da es, obwohl Freitag war, keine nennenswerte Staus gab, konnten wir eine Fähre früher erwischen und dem aufziehenden schlechten Wetter entkommen. Gegen 22.45 Uhr erreichten wir wohlbehalten die Schule und wurden von unseren Eltern abgeholt.

 

Es war der 13.11.2015 und genau zur gleichen Zeit geschah in Paris der Terroranschlag.


Das gefiel uns in London besonders gut:

 

Big Ben

 

Die Attraktion und das Wahrzeichen von London ist der Big Ben. Der Glockenturm Big Ben ist ein Bestandteil des Houses of Parliament. Fälschlicherweise wird oft der Turm selbst als Big Ben bezeichnet. Das 96 Meter hohe Gebäude heißt aber eigentlich Clock Tower. Der Big Ben ist nur die 13,5 Tonnen schwere Hauptglocke. Zum 150-jährigen Jubiläum des Big Ben 2009 wurden aufwendige Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Die große Glocke schlägt stündlich, alle Viertelstunde gibt es ein Spiel der kleineren Glocken. Besonders imposant ist der Anblick bei Nacht. Dann wird der Turm mit gold-gelbem Licht angestrahlt und zeigt sich in seiner ganzen Pracht.

 

London Tower Bridge

 

Die Tower Bridge ist eine Straßenbrücke über der Themse. Sie wurde 1894 eröffnet. Die Tower Bridge wird gelegentlich mit der London Bridge verwechselt, diese jedoch ist die nächste Brücke stromaufwärts. Die Tower Bridge wurde damals durch Dampfmaschinen geöffnet, es waren 2 Kolbendampfmaschinen, die Wasser unter einem Druck von 50 bar (750psi) in hydraulischen Druckspeicher, so genannten Akkumulatoren pumpte. Eine Minute dauerte es nur, bis die Tower Bridge aufgeklappt war. Anfang 1942 bis Ende des Zweiten Weltkrieges stand eine weitere Maschine im Maschinenraum mit 150 PS, diese sollte zur Sicherheit bereitstehen, falls eine Fliegerbombe die anderen beiden beschädigt. 1974 wurde das hydraulische System von Wasser auf Ölhydraulik umgestellt. Heute wird die Tower Bridge mit Strom betrieben.

 

Die Tower Bridge lässt sich 83° öffnen, das ist aber nur noch für große Kreuzfahrtschiffe erforderlich. Die Tower Bridge wird selten geöffnet, da nur noch Touristen eine Schiffsfahrt über die Themse machen. In Ausnahmefällen wird die Brücke auch für kleinere Schiffe voll geöffnet. Dies geschieht aus zeremoniellen Gründen und gilt als ganz besondere Ehre, so auch am 11. 11. 2015 für die Schiffsparade zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

 

Tower of London

 

Den Tower haben wir täglich gesehen, da wir nur zwei Minuten Fußweg entfernt wohnten.

 

Der Tower ist ein befestigter Gebäudekomplex entlang der Themse am südöstlichen Ende der City of London. Die Ringburg mit zwei Festungsringen diente den englischen und britischen Königen unter anderem als Residenz, Waffenkammer, Werkstatt, Lager, Zoo, Garnison, Museum, Münzprägestätte, Gefängnis, Archiv und Hinrichtungsstätte. Seit 600 Jahren wird der Tower von Touristen besucht. Im Jahr 2011 war er mit mehr als 2,5 Millionen Besuchern die meistbesuchte kostenpflichtige Attraktion im Vereinigten Königreich.

 

Heute beherbergt der Tower Ausstellungen über das Gebäude selbst und seine Geschichte, Teile der Sammlung der Royal Armouries, die britischen Kronjuwelen, das Hauptquartier und das Museum des Royal Regiment of Fusiliers, Wohnräume für die Yeoman Warders sowie Verwaltungs- und Büroräume.

 

Die UNESCO erklärte den Tower 1988 zum Weltkulturerbe. Der Tower gehört der britischen Krone und wird von den Historic Royal Palaces verwaltet.

 

 

Buckingham Palace – So wohnt die Queen

 

Auf unserer Stadtrundfahrt sind wir am Buckingham Palace vorbei gefahren. Wir haben uns es nur im Vorbeifahren angeschaut, da wir nicht so viel Zeit hatten. Der Palast ist sehr schön und groß.

 

Die offizielle Anschrift der englischen Königin, Elisabeth II., ist der Buckingham Palace in London. Für sie ist der Palast Wohnung und Arbeitsplatz zugleich. So erklärt sich vielleicht auch die immense Anzahl von insgesamt über 600 Zimmern, die geradezu zum Versteckspiel einladen. Lange Zeit war der Palast nur auserlesenen Gästen vorbehalten. Dies hat sich geändert, denn seit dem 7. August 1993 ist es möglich, einen Teil der Zimmer zu besichtigen. Die Privatgemächer der „Queen“ sind allerdings auch weiterhin tabu.

 

Quellen:

 http://london.sehenswuerdigkeiten-online.de/sehenswuerdigkeiten

 https://de.wikipedia.org/wiki/Tower_of_London

 ADAC Reiseführer London 2015

 

 

Unser Hostel

 

Unsere schönsten Erlebnisse waren nach der Ankunft der Zimmerbezug, zuerst ging es an das Betten beziehen, dann wurde das Hostel erkundet, später machten wir einen kurzen Spaziergang zur Tower Bridge und mit ganz vielen Selfies. Es war im Dunkeln übrigens alles sehr schön anzuschauen.

Am nächsten Abend wurde die Gemeinschaftsküche erforscht und Kochen wurde zum Highlight, sogar klassenübergreifend: Instantnudeln, normale Nudeln und Ähnliches stand auf der Speisekarte sowie verschiedene Sorten Salat - zu den

 

Instantnudeln gab es Milchbrötchen, eine interessante Art, aber sehr hilfreich, um die Schärfe dieser zu minimieren.

Vorher galt es Tee zu besorgt und Lollies, und immer war die Überlegung da, was als erstes zu tun ist. Natürlich ging es erstmal hinunter in den Hof, um die Hängematten zu testen, wobei die Tests erfolgreich waren.

 

Abends kuschelte man sich ins Bett und zockte, auch unsere Dusche wurde nicht außer Acht gelassen - jeden Abend Massenduschen - sechs Mädchen und eine Dusche, da kann man es sich ja schon denken, was das für ein Massenduschen war.

Wir hatten also viel Spaß und als einziges Zimmer hatten wir auch zwei ganz schicke Balkons, auf die man sich quetschen konnte. Die Türen zu diesen waren fast dauerhaft offen, was jedoch leider nicht wirklich frische Luft gebracht hat ... na ja, so ist das in Großstädten, aber dafür hat sich der Blick sehr gelohnt.