Für unsere vier 9. Klassen stand am 09. Juli eine beliebte Tradition auf dem Programm, da es gemeinsam mit dem Zug in den Landtag von Baden-Württemberg nach Stuttgart ging. Der Schultag verlief vor Ort dreiteilig:
Gleich nach der Begrüßung fanden sich alle im Plenarsaal wieder, in dem anhand der Sitzordnung anschaulich der Begriff „Gewaltenteilung“ sowie das für die liberale Demokratie zentrale Rechtsstaatsprinzip vermittelt werden konnte. Im bewährten Spiel „Wahl des Ministerpräsidenten“ übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Rollen der Landtagspräsidentin, der Schriftführer, der Abgeordneten, der Fraktionsvorsitzenden sowie schließlich der gewählten Ministerpräsidentin und weiterer Regierungsmitglieder.
Danach traf man sich - nun in der Rolle von jungen Bürgerinnen und Bürgern - in einem modernen Ausschusssaal mit zwei Abgeordneten aus zwei Fraktionen. Leider mussten „unsere“ beiden Ettlinger Abgeordneten aus terminlichen Gründen absagen, wobei wie stets in diesem Rahmen alle Landtagsfraktionen eingeladen wurden, einen Vertreter zu senden. Inhaltlich ging es um einen bunten Strauß an Fragestellungen, die vom Beruf des Abgeordneten selbst bis hin zu landes- und bundespolitischen Themen reichten. Hier zeigte sich erneut, mit welchen unterschiedlichen Grundeinstellungen man durch das Leben gehen kann und wie wichtig es in der Politik und in der offenen Gesellschaft überhaupt ist, Menschen nicht gruppenbezogen und vorurteilsbeladen zu begegnen, sondern sie als Individuen wahrzunehmen.
Als Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler noch die Innenstadt von Stuttgart erkunden, sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf die Tage der Berlin-Fahrt im Oktober, dann als Zehntklässlerinnen und Zehntklässler und wieder mit einem Schwerpunkt auf die Demokratiebildung sowie auf ein geselliges und mitbürgerliches Zusammensein.